Krankenversicherung

Krankenversicherung in Paraguay

Das Wichtigste zuerst; Paraguay liegt nicht in Deutschland! In Deutschland (oder Österreich/Schweiz) sorgt der Staat umfassend für seine Bewohner. Manchmal so umfassend, daß es einige schon als zu viel empfinden. Dieses Problem hat man in Paraguay ganz sicher nicht!

Die staatlichen Krankenhäuser

Paraguay bietet eine grundsätzlich kostenlose Erstversorgung in staatlichen Krankenhäusern, aber nicht in einer Form, wie wir es aus Europa gewohnt sind. Wer in ein staatliches Krankenhaus (=Armenkrankenhaus) geht, oder gehen muß, sollte sich auf einen Kulturschock vorbereiten. Die Idee dabei ist, daß Menschen ohne Geld und ohne jegliche Krankenversicherung auch irgendwie behandelt werden. Mehr als das sollte man sich auch nicht erwarten.

Die notwendigen Medikamente und Heilmittel muß man selber kaufen und bezahlen. Eine Begleitperson 24 Stunden am Tag als Betreuer ist dabei PFLICHT, da man die nötigen Medikamente und Materialien in umliegenden Apotheken kaufen muß. Neben Medikamenten muß der Patient auch rund um die Uhr durch die Begleitperson mit Wasser und Essen versorgt werden! Brauchen Sie etwa eine Bluttransfusion, dann müssen Sie selber Spender (Mehrzahl) auftreiben, ansonsten werden Sie nicht operiert. Dafür sind Sie selber bzw. die Begleitperson verantwortlich, ansonsten haben Sie schlechte Karten.

Im Notfall

Im Notfall ist die medizinische Erstversorgung im staatlichen “Regional” gar nicht so schlecht. Durch die sehr hohe Anzahl an Patienten herrscht eine fabriksähnliche Stimmung und es sind zu jeder Zeit Ärzte vor Ort. So fair muß man sein, die Ärzte und Schwestern arbeiten hart, um wirklich jeden zumindest halbwegs zu versorgen. Verbrecher in Handschellen oder Unfallopfer (90% Motorrad) werden genauso versorgt wie Leute mit Hitzschlag.

  • Die baulichen und sonstigen Umstände sind und bleiben jedoch vernichtend.
  • Es sieht einfach furchtbar heruntergekommen aus.
  • Menschen schlafen auf den Gängen, teilweise auf Pappe am Boden.
  • Strassenhunde laufen dazwischen herum und suchen nach Nahrung.
  • Die Wände sind alt und schmutzig.
  • Es ist dreckig und in keinster Weise mit dem Bild eines Krankenhauses vergleichbar, wie wir es aus Europa gewohnt sind.

Was eine GEPLANTE Behandlung oder gar einen stationären Aufenthalt angeht, wollen Sie dort nicht hingehen müssen.
Wenn Sie wenigstens ~Euro 70,- im Monat für Ihre Gesundheit ausgeben können dann sollten Sie sich privat versichern!

Private Krankenhäuser

In Privatkliniken ist die Qualität der Ärzte und die Struktur sicher mit großem Abstand am besten. Es ist sauber, es ist ordentlich; im Großraum Asuncion oft sogar top modern – manches durchaus BESSER als in Deutschland! Die mit Abstand beste medizinische Versorgung in Paraguay finden Sie in den guten Privatkliniken der Hauptstadt! Wichtig ist, daß Sie sich darüber klar sind, daß das etwas kostet.

Wenn Ihr 20. Geburtstag schon etwas länger her ist, dann ist es sehr wichtig,

  • entweder eine gute Krankenversicherung mit Versicherungskarte oder
  • einen schnell verfügbaren Finanzpolster von etwa Euro 5.000,- (oder mehr) zu haben.

Nur für den Fall; Sie wollen nicht mit einer blutenden Wunde den Krankenwagenfahrer zum Zwischenstop beim Bankomaten überreden müssen.  Das ist kein Witz. Das sollten Sie wortwörtlich verstehen. Sind Sie nicht versichert und haben Sie (oder Ihre Begleitperson) kein Bargeld IN DER HAND, wird man Sie unter Umständen im Krankenhaus abweisen. Niemand in Paraguay (außer dem Armenkrankenhaus) ist verpflichtet, einen Patienten zu behandeln. Schon gar nicht, wenn die Bezahlung unklar ist. Falls Sie mangels Versicherungskarte (oder Kreditwürdigkeit) abgewiesen werden, dann geht es ins “Armenkrankenhaus”, siehe oben. Wollen Sie dorthin?

  • Grundsätzlich sind die Preise für Einzelzimmer und Behandlung selbst in guten Krankenhäusern sehr günstig im Vergleich zu Europa oder gar den USA.
  • 3 Wochen Intensivbehandlung nach einem Schlaganfall können trotzdem 30.000,- bis 40.000,- Euro kosten.
  • Selbst wenn Sie das Geld grundsätzlich hätten, haben Sie es im Falle eines solchen Notfalls wirklich JETZT zur Hand?
  • Wie gut ist Ihr Spanisch? Gehen Sie besser nicht davon aus, daß jemand Englisch oder gar Deutsch versteht.

Eine Krankenversicherung erspart Ihnen viele Sorgen.

Falls etwas passiert, wissen Sie, wo Sie anrufen können. Es wird Ihnen geholfen. Eines ist klar, und zwar, daß es in Paraguay etwas kostet, eine gute Behandlung zu erhalten. Krankenversicherung heißt deswegen in der Landessprache auch “medicina pre-paga”. Je mehr man einzahlt, desto besser ist die Behandlung die man bei Bedarf bekommt. Je schöner das Krankenhaus, je moderner und besser (bzw. überhaupt vorhanden) die Geräte sind, desto höher wird am Ende die Rechnung ausfallen. Und genau hier haben Sie einen weiteren, oft versteckten Vorteil einer guten Krankenversicherung.

Wir arbeiten mit der “LIVI salud preventiva” (alter Name: MCI+ servicios medicos) zusammen, für die wir auch Versicherungsverträge abschließen.

Man kann den Vertrag entweder direkt vor Ort in Paraguay machen oder bereits aus der Ferne von Europa aus. Die Livi kann Direktüberweisungen von Banken aus Deutschland problemlos empfangen.

Warum ist das sinnvoll? Die Versicherungspläne haben für die besseren Leistungen eine Wartezeit zwischen 30 und 365 Tagen. Wer die Versicherung ein paar Monate vor der Auswanderung abschließt, der hat dann bei Ankunft in Paraguay bereits Anspruch auf viele Leistungen und vermeidet eine “Versicherungslücke”. Wenn wir berücksichtigen, daß gerade die ersten Wochen in einem neuen Land mit anderem Klima und anderen Lebensumständen zu einem erhöhtem Behandlungsbedarf führen können, ist der Abschluß  einer Krankenversicherung vorab oft eine weise Entscheidung.

Wenn Sie jetzt mehr über die Pläne der LiVi Krankenversicherung erfahren möchten, nutzen Sie bitte das Kontaktformular!